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Erweiterungsbau des „teen
+ baby“ Projektes feierlich eingeweiht
– Minderjährige Mütter
bekommen echte Hilfe und Chancen, ihr Leben zu gestalten
Essen (cde) „Ich will
endlich jemanden haben, den ich lieben kann und der mich
liebt!“ Zitat einer 15-jährigen werdenden Mutter, kurz
vor der Eröffnung des „teen + baby“ Projektes im Jahre
2002.
Mit diesen ergreifenden
Worten eröffnete Isolde Cromme, die als Ehrenamtliche
das Projekt „teen + baby“ maßgeblich begleitet,
mitgestaltet und in der Öffentlichkeit dafür geworben
hatte, die Einsegnung des Erweiterungsbaus. Die
Vorsitzende des SkF Essen-Mitte, Ratsfrau Jutta
Eckenbach, würdigte vor den etwa hundert geladenen
Gästen das besondere Engagement von Isolde Cromme.
Isolde Cromme war es auch,
die unermüdlich für die Finanzierung dieses Projektes
geworben hat, und Dank dieses Engagements, wurden die
rund 430.000 € und diverse Sachspenden für die
Erweiterung der Gebäude von Stiftungen, Firmen und
Privatpersonen gespendet. In Ihrer Rede dankte Cromme
der Chefin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF)
Essen-Mitte, Rosemarie Engels, dafür, dass „dieser Traum
so schnell in Erfüllung ging“ und der SkF sein Know-how
für dieses bundesweit beachtete Projekt zu Verfügung
gestellt hatte. Denn es sei notwendig, so Isolde Cromme,
die selbst Mutter von vier Töchtern ist, dass junge
Frauen echte Chancen bekommen. Chancen, in dieser
schwierigen Situation, trotz Schwangerschaft und Baby
ihr Leben zu gestalten, ihre Mutterrolle anzunehmen und
trotzdem Schule und Beruf weiterzuführen.
Stellvertretend für die jungen Frauen überreichte Cromme
ein Präsent an die Leiterin des Projektes „teen + baby“,
Anne Strebin.
Fünf Jahre nach der
Eröffnung gibt es wieder etwas zu feiern. Der
Erweiterungsbau, ganz im Stil des schon bestehenden
Gebäudes, wurde feierlich seiner Bestimmung übergeben
und eingesegnet. Das Projekt „teen + baby“ ist eine
Einrichtung für minderjährige Mütter, die hier wohnen,
betreut und begleitet werden, wobei besonderer Wert
darauf gelegt wird, dass die jungen Frauen ihre Schul-
und Berufsausbildung beenden und dass die Beziehung zu
den Kindsvätern, soweit gewünscht, unterstützt werden.
Aus diesem Grund wurde vor kurzem eine Vätergruppe
gegründet, da sich heute zunehmend auch junge Väter
ihrer Verantwortung stellen, so Thomas Kufen, der
Vorsitzende Jugendhilfeausschusses der Stadt Essen und
Integrationsbeauftragter der Landesregierung NRW. Vor
dem Hintergrund, dass in Deutschland jährlich etwa 5.000
minderjährige Frauen Mütter würden, zeigte sich Kufen
erfreut, dass in Essen eine derartige Einrichtung
entstanden ist.
An diesem Ort würde, so Dr.
Felix Genn, der Bischof von Essen „Diskret und mit
Bedacht“ das „Ja zum Leben“ ermöglicht; ein Anliegen
gemäß seines ganz persönlichen bischöflichen
Leitspruchs. Es handelte sich hier um einen „elementaren
Dienst am Leben“, der sich mit der Aussage: „Du bist
wertvoll“ verbindet. Und er drückte seine Hochachtung
gegenüber den jungen Frauen aus, die - selbst noch in
jugendlichem Alter - die ständige mütterliche
Verfügbarkeit erlernen müssten.
Seit dem Beginn des
Projektes im Jahre 2002 wurden insgesamt 33 junge Frauen
im Alter zwischen 12 und 18 Jahren begleitet. 15
beendeten erfolgreich ihre Schullaufbahn, sieben konnten
in Ausbildungen vermittelt werden.
„Als Zufluchtsort in der
Krise“ bezeichnete Norbert Kleine-Möllhoff, der erste
Bürgermeister von Essen, die Einrichtung und würdigte
die fünfjährige Tätigkeit der acht hauptamtlichen
SkF-Mitarbeiterinnen, der fünf Nachtwachen und der zwei
Praktikantinnen.
Der Erweiterungsbau, der
Mitte März bis Ende August 2007 errichtet wurde,
beherbergt zwei Appartements für „betreutes Wohnen“ von
jungen Familien, bei Bedarf also auch junge Väter mit
einbezogen werden können. Außerdem sind hier auf
insgesamt 240 qm zwei Büros für die Mitarbeiterinnen,
ein Seminarraum, einen Sozialraum und ein
Nachtwachenzimmer entstanden.
Der Chef des für den Neubau
zuständigen Architektenbüros, Dr. Christian Schramm,
dankte Cromme auch im Namen aller am Bau Beteiligten für
die gute Kooperation. Große Teile der soliden und
ansprechenden Einrichtung wurden von den weiblichen
Service- Clubs in Essen gespendet und von der
Behindertenwerkstatt Haus Freudenberg „gezimmert“.
Cromme dankte den Essener weiblichen Service-Clubs und
übergab stellvertretend einen Blumenstrauß an Fr. Dr.
Rauhut.
Pater Nosbisch, von den
Salesianern nahm schließlich die feierliche Einsegnung
der Räumlichkeiten vor.
Christoph Grätz
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