Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V.

 

Aktuell  

Viele Wege führen zum Ziel

Betreuungsangebote des SkF Essen-Mitte feiern 20-jähriges Jubiläum

Ein Thema, das wohl nie an Aktualität verlieren wird: Die frühe Bildung und Betreuung von Kindern, sowie die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So seit 20 Jahren beschäftigen diese Themen auch den Sozialdienst katholischer Frauen Essen (SkF), der dieses Jubiläum nun feierte.

Sowohl die immer stärker werdende Forderung nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit für alleinerziehende und verheiratete Frauen sowie ein deutliches Signal aus der Politik, die Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetz, führten 1991 zu einer Neubewertung im Bereich der Kindertagespflege.

Für den SkF Essen-Mitte e.V. Beweggrund, 1991 den Verein „SkF Tageseltern e.V.“ mit der Absicht einer Ergänzung der institutionellen Betreuung von Kindern, besonders unter 3 Jahren, zu ins Leben zu rufen. Nachdem zunächst der Verein, dann der SkF selbst die Aufgabe übernommen hatte, sind heute fast 300 Tagesmütter (und einige wenige –väter) tätig, die über den SkF qualifiziert, vermittelt und begleitet werden. Begleitung erfahren natürlich auch die Eltern der über 500 betreuten Kinder bei der Auswahl einer geeigneten Betreuung und allen damit verbundenen Fragestellungen. „Im Zuge des weiter steigenden Bedarfs vor allem der Betreuung unter dreijähriger Kinder ist die Zielsetzung weiterhin, das Tageselternnetzwerk auszuweiten, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, sowie die Anerkennung der Tagespflegeperson als eigener Beruf weiter voranzutreiben.“, sagt Jutta Kuhn, zuständige Fachdienstleitung des SkF.

Parallel zur Weiterentwicklung im Fachdienst der Kindertagespflege wurde 1991 die erste Kindertageseinrichtung des SkF Essen-Mitte e.V. mit 3 Kindergartengruppen an der Belfortstraße eröffnet. Auch hier war schon damals das Ziel, besonders Alleinerziehenden die Wiederaufnahme einer Berufstätigkeit zu ermöglichen und möglichst flexible Betreuungsmodelle anzubieten. Aufgrund der großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen wurde 1997 die Anzahl der Gruppen auf 5 Kindergruppen erhöht.

Gleichzeitig wurde auch die Vielfalt des Angebots kontinuierlich erweitert. Auch nach der Einschulung konnten die Kinder vor und nach der Schulzeit in der Tageseinrichtung zunächst weiter betreut werden.

Im Jahr 2007 öffnete die Villa Kunterbunt als eines der ersten Familienzentren (zertifiziert nach dem Gütesiegel „Familienzentrum NRW“) seine Türen für Familien jeglicher sozialer und kultureller Herkunft. Die Kindertageseinrichtung versteht sich somit als “Knotenpunkt”, um sowohl Kindern als auch Eltern bestmöglich zu fördern und ihre Kompetenzen in unterschiedlichsten Lebensbereichen zu stärken. Besondere Ziele sind: Kindern eine kindgemäße, lebensnahe und ganzheitliche Entwicklung zu ermöglichen.

Mittlerweile gehören fünf weitere Kindertageseinrichtungen zum SkF-Essen-Mitte, die sich ebenfalls diesen Zielen verschrieben haben.

„Auch hier spielt Vernetzung und das sozialräumliche Zusammenspiel eine große Rolle“, sagt SkF-Geschäftsführer Björn Enno Hermans. „Wenn wir in den Bezirken aus einer Hand das Zusammenspiel aus KITA, Randzeitenbetreuung in der Tagespflege und bei Bedarf z.B. auch noch diverse Beratungsleistungen der Erziehungshilfe anbieten können, dann ist ein großer Teil des Ziels erreicht, Familien möglichst optimal zu begleiten und zu unterstützen.“